AMA Gütesiegel

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AMA Biosiegel © AMA
Das AMA-Biosiegel kennzeichnet ein Qualitätsprogramm für biologische Erzeugnisse. Es dient Konsumenten zur Orientierung beim Einkauf und zur Qualitätsförderung von Bio-Lebensmitteln.
In Österreich gibt es ca. 21.000 landwirtschaftliche Bio-Betriebe, rund 250 Be- und Verarbeitungsbetriebe sind im AMA-Biosiegel-Programm registriert. Um solch eine Zertifizierung zu erhalten, müssen bei der Herstellung von Bio-Lebensmitteln die Kriterien der EU-Bio-Verordnung und zusätzlich die Richtlinien des AMA-Biosiegels eingehalten werden. Alleinstellungsmerkmal des AMA-Biosiegels ist, wie bei dem AMA-Gütesiegel auch, die staatliche Anerkennung, da die Richtlinien dem Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus zur Genehmigung vorgelegt werden. Die Einhaltung der Kriterien wird von unabhängigen Stellen kontrolliert.

Wofür steht das AMA-Biosiegel?

Das AMA-Biosiegel zeichnet Lebensmittel aus biologischer Landwirtschaft aus, welche die gesetzlichen Vorgaben hinsichtlich Qualität übertreffen. Die Richtlinien für das AMA-Biosiegel regeln Produktion, Hygiene, Kennzeichnung, Dokumentation und Herkunft der Rohstoffe. Die Einhaltung der Kriterien wird regelmäßig kontrolliert.

Welche Produkte können das AMA-Biosiegel tragen

In Österreich erzeugte Monoprodukte wie Fleisch, Fisch, Milch, Eier, Obst, Gemüse sowie Speiseerdäpfel werden mit dem AMA-Biosiegel zertifiziert, wenn sie aus biologischer Landwirtschaft stammen und den Qualitätsanforderungen der AMA-Biosiegel-Richtlinie entsprechen. Auch einige Be- und Verarbeitungsprodukte wie Wurstwaren oder Fruchtjoghurt tragen das rot-weiße AMA-Biosiegel.



Die Rohstoffe dafür stammen aus österreichischer Biolandwirtschaft. Nur Zutaten, die nicht oder nicht in ausreichender Menge aus österreichischer Bio-Landwirtschaft verfügbar sind, dürfen aus anderen Ländern stammen. Sie dürfen aber maximal ein Drittel des Endproduktes ausmachen. Ein Beispiel dafür wäre Bio-Pfeffer in der Bio-Wurst. Es wird empfohlen, die Herkunft der Zutaten ausgewiesen.



Daher enthalten in der Regel folgende Produkte mit dem AMA-Biosiegel 100% heimische Rohstoffe

Milch und Milchprodukte (bei Milchprodukten Toleranzbereiche)

Frischfleisch

Geflügel

Gemüse

Wurst- und Fleischwaren (Toleranzbereiche)

Eier

Obst

Speiseerdäpfel

Honig

Mehl

Getreide

Kernöl

Die 3 Vorteile

Transparente Herkunft

  • Genaue Dokumentation von Tätigkeiten und Abläufen
  • Monoprodukte zu 100 % aus Österreich
  • Bei Be- und Verarbeitungsprodukte dürfen Zutaten, die hier nicht wachsen oder zuwenig vorhanden sind, verwendet werden. Sie dürfen maximal ein Drittel des Produkts ausmachen (z.B. Bananen im Fruchtjoghurt)

 

Hohe Qualität

  • Futtermittel aus Eigenproduktion oder Zukauf von zertifiziertem Mischfutter
  • Gentechnikfreie Fütterung
  • Vorgaben zur Produktion (HACCP)
  • Reduzierung der Zusatzstoffe
  • Produktanalysen und Labortests
  • Umweltschonende Verpackung, zB kein PVC

 

100 % biologische Zutaten

  • alle Zutaten landwirtschaftlichen Ursprungs aus biologischer Erzeugung
  • Ausnahme gibt es nur bei Naturdärmen, Gelatine, Pektin und Hefe, wenn diese Zutaten nicht biologisch erhältlich sind; Erlaubt ist allerdings nur die Verwendung von maximal 5 % aus nicht biologischer Produktion
  • Gentechnikfreie Erzeugung

 

Regelmäßige Kontrollen

  • Auf allen Stufen der Nahrungsmittelproduktion (vom Feld bis in den Handel)
  • Dreistufige Kontrollpyramide aus Eigenkontrolle, externer Kontrolle der Teilnehmer durch die AMA und unabhängigen Organen, welche selbst Überkontrollen unterliegen

Was bedeutet BIO?

Bio steht für ressourcenschonende Bewirtschaftung und möglichst geschlossene Kreisläufe. Bei der Bodenbearbeitung stehen vorbeugende Bodengesundheit und -fruchtbarkeit sowie ausgewogene Fruchtfolge im Vordergrund. Nützlinge werden gefördert, um intakte Ökosysteme zu unterstützen. Der Einsatz von Gentechnik ist in allen Bereich des Biolandbaus verboten. Das AMA-Biosiegel-Programm legt Wert auf größtmögliche Natürlichkeit und reduziert daher die Zahl der Zusatzstoffe, die laut EU-Bio-Verordnung zugelassen wären. In der biologischen Tierhaltung ist Bio-Futter vorgeschrieben. Der Einsatz von chemisch-synthetischen Pflanzenschutz und Düngern ist verboten. Die Futtermittel stammen vorwiegend vom eigenen Betrieb. Die Tiere haben einen Auslauf ins Freie und im mehr Platz im Stall. Bio-Betriebe dürfen weniger Tier pro Flächeneinheit halten. Seltene oder vom Aussterben bedrohte Rassen werden gefördert. Bio-Tiere wachsen meist langsamer und werden daher später geschlachtet.
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Eine Besonderheit – das schwarze AMA-Biosiegel

Während bei Lebensmitteln mit dem rot-weißen AMA-Biosiegel und der Herkunftsangabe „Austria“ alle Zutaten aus Österreich stammen, gilt dies für Bio-Produkte mit dem schwarz-weißen AMA-Biosiegel nicht. Hier ist die Herkunft der Rohstoffe sowie der Ort der Be- und Verarbeitungsort nicht eingeschränkt. Die Qualitätskriterien der AMA-Biosiegel-Richtlinien müssen allerdings eingehalten werden.